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Immer weniger Deutsche spenden

vom: 20.03.2018

Die Deutschen spenden im Jahr über fünf Milliarden Euro für wohltätige Zwecke. Doch die Zahl der Spender sinkt - allein im vergangenen Jahr um 1,1 Millionen. Besonders die Altersgruppe der 30 bis 49Jährigen zieht sich massiv zurück. Das geht aus dem Bericht "Bilanz des Helfens 2018" des Deutschen Spendenrates und des Marktforschungsinstituts GfK hervor. Rund 21 Millionen Deutsche haben demnach im vergangenen Jahr an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen gespendet, also etwa 1,1 Millionen Menschen weniger als 2016. Die Spendenbereitschaft ließ damit zum zweiten Mal in Folge nach.

Zu Beginn der Erfassung im Jahr 2005 spendeten rund 51 Prozent der Deutschen, mittlerweile ist es nicht mal mehr jeder Dritte. Immerhin: Die Summe der Durchschnittsspenden ist konstant geblieben. Mit Spenden von insgesamt 5,2 Milliarden Euro erreichten die Deutschen das drittbeste Ergebnis. Nach wie vor die größte Gruppe unter den Spendern ist die Generation 70 plus. 2017 war mehr als jeder zweite Geldgeber 70 oder älter. Von ihnen kamen rund 40 Prozent der Gesamteinnahmen. Eine Altersgruppe zog sich der Erhebung zufolge allerdings massiv zurück. Die sogenannte Generation X (30- bis 49 Jährige) hat im vergangenen Jahr nur noch die halb so viel gespendet wie 2016. "Als möglichen Grund könnte die Angst vor Altersarmut herangezogen werden", erklärte Daniele Geue, Geschäftsführerin des Deutschen Spenderats, bei der Vorstellung der Bilanz. Dies sei aber nur Spekulation.

Die Verschiebungen in der Alterspyramide der Spenderinnen und Spender stellt die Organisationen vor große Herausforderungen. Damit wächst die Bedeutung der professionellen Fundraisingagenturen wie der service94 GmbH aus Burgwedel bei Hannover. An den Informationsständen können Menschen direkt auf die Aufgaben der Organisationen angesprochen werden. Dieses sogenannte Dialog-Marketing hat den entscheiden Vorteil, dass Menschen jeder Altersgruppe im direkten Gespräch  über Missstände aufgeklärt und über mögliche Gegenmaßnahmen informiert werden können. Nichts kann ein offenes Gespräch gerade bei der Generation X ersetzen.  

Um ihre laufenden Projekte finanzieren zu können und bei akuten Katastrophen schnelle Hilfe leisten zu können, sind Hilfsorganisationen zum Glück der Bedürftigen und Opfer nur zu einem Teil auf Einmalspenden angewiesen. Ein großer Teil der Einnahmen stammt von (Förder-) Mitgliedern, die regelmäßig auf die Konten der Organisationen spenden, so die service94 GmbH. Sie sichern das finanzielle Fundament der Organisationen, so dass Hilfe konstant möglich ist. Die service94 GmbH in Burgwedel bei Hannover betreibt seit 1984 Sozialmarketing, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit für humanitäre Vereine und Verbände, für den Natur- und Tierschutz. Rund 200 festangestellte Beschäftige sind täglich deutschlandweit im Einsatz, um Förderer und Mitglieder zu gewinnen.