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Volksleiden Burnout - eine Chefsache?

vom: 31.01.2013

service94 über Präventivmaßnahmen am Arbeitsplatz

Das Burnout-Syndrom ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Die häufige Verharmlosung zur "Modekrankheit" trifft zumindest in einem Punkt die Wahrheit, übersetzt man "Mode" mit "Zeitgeist". Die Krankheit Burnout ist in den heutigen, veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen begründet. Sie ist Folge von permanentem Stress, andauernder Überlastung und fehlenden Erholungsphasen. Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Rücken- und Magenbeschwerden, Erschöpfung, Antriebsschwäche, Depression - das Burnout-Syndrom zählt zu den "larvierten" Krankheitsbildern, es maskiert sich hinter den unterschiedlichsten körperlichen und psychischen Beschwerden mit einer Gemeinsamkeit: Der Mensch fühlt sich ausgebrannt.
Die Gewerkschaften begründen den rasanten Anstieg des Burnout-Syndroms in der zunehmenden Belastung am Arbeitsplatz. (Im Jahr 2011 war Burnout in 41% aller Fälle die Ursache für unfreiwilliges, frühzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben, dies entspricht einem Anstieg von etwa 80% seit dem Jahr 2000.)
Abgesehen vom volkswirtschaftlichen Schaden - die Behandlungskosten liegen in Deutschland bei rund 27 Milliarden Euro jährlich - führt die schwere psychische Erkrankung zu großem Leid bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Im schlimmsten Fall sehen die Betroffenen nur einen Ausweg: den Suizid.
Auf die Pathogenese von Burnout und der Stadieneinteilung wird hier bewusst verzichtet, weil die Entstehung des Leidens (zumindest jene Form, die durch die Arbeitsbedingungen begründet ist) durch geeignete Maßnahmen verhindert werden kann. Wie?
Drücken wir es ganz banal aus:
Ein Burnout lässt sich verhindern, wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens zufrieden sind.
Komplexer:
Die Stärkung von Autonomie und die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die Förderung ihrer Weiterentwicklung und die positive Nutzung ihrer Fähigkeit sind eine ebenso wirtschaftliche Investition für das Unternehmen wie die richtige Maßnahme zur Verhinderung des Burnout-Syndroms.
Konkret:
Die Hauptabwehrstrategie ist Autonomie. Sie kann durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung geschaffen werden (hierzu zählt auch das Angebot von Teilzeit) und inhaltlich durch flexible Arbeitsgestaltung, d.h. der Mitarbeiter hat die Freiheit, ein definiertes Ziel auf eine von ihm bestimmte Art und Weise zu erreichen.
Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen durchbrechen den Arbeitsalltag und damit die Monotonie, sie bringen Denkanstöße und neuen Schwung.
Auch firmeninterne Fitnessangebote reduzieren das Burnout-Risiko. Primär dienen Betriebssportangebote dem Stressabbau, sekundär verbessern sie das Betriebsklima, ein weiterer Faktor für die Mitarbeiterzufriedenheit.
Managementschulungen vermitteln Führungskräften einen wertschätzenden und unterstützenden Führungsstil und lehren den Umgang mit burnoutgefährdeten Mitarbeitern.

Für die Fundraising-Branche sind burnoutpräventive Maßnahmen von besonderer Bedeutung, weil der Berufsalltag der Promoter zuweilen mit Ablehnung verbunden ist, die ins Persönliche gehen kann. Trotz frustrierender Erlebnisse gilt es, die Motivation zu behalten.

Die auf Sozialmarketing, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierte service94 GmbH in Burgwedel bei Hannover setzt deshalb nicht nur die oben genannten Maßnahmen um, sondern unterhält seit 10 Jahren zusätzlich den Betriebskindergarten "der94er", um jungen Eltern den Arbeitalltag zu verbessern.

Burnoutprävention ist Chefsache.