Login

Steuererleichterungen für Vereine und Spender

vom: 23.07.2007

Das Bundeskabinett will das Ehrenamt weiter stärken. Der jetzt beschlossene Kabinettsentwurf sieht verschiedene Maßnahmen vor:

So soll die Übungsleiterpauschale von 1.848 Euro auf 2.100 Euro jährlich angehoben werden. Wer mindestens 20 Stunden monatlich ehrenamtlich im gemeinnützigen Bereich tätig ist, darf künftig 300 Euro pro Jahr direkt von der Steuerschuld abziehen. Die Besteuerungsgrenze für wirtschaftliche Betätigungen gemeinnütziger Körperschaften soll von 30.678 auf 35.000 Euro angehoben werden.

Vor allem bei der Abzugsfähigkeit von Spenden an gemeinnützige Organisationen und Stiftungen soll zudem großzügiger vorgegangen werden. Bisher konnten Steuerzahler Spenden als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von fünf oder zehn Prozent der Einkünfte geltend machen. Fünf Prozent waren möglich, wenn die Spende an kirchliche, religiöse und gemeinnützige Einrichtungen floss, zehn Prozent, wenn es um die Förderung mildtätiger, wissenschaftlicher oder kultureller Zwecke ging. Künftig soll diese Abzugsgrenze einheitlich auf 20 Prozent der jährlichen Einkünfte angehoben werden. Spenden, die den förderfähigen Höchstbetrag übersteigen, verfallen künftig nicht mehr.

Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Nach Kabinettsplänen treten die Regelungen rückwirkend zum 1.1.2007 in Kraft.