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Alte Tradition mit neuem Namen

Genau genommen ist die Branche mit dem modernen Namen „Fundraising“ in unserem Kulturkreis Jahrtausende alt. Fundraising, die Beschaffung von (vor allem finanziellen) Mitteln für humanitäre, soziale oder kulturelle Zwecke wurde schon in den urchristlichen Gemeinden vor rund 2000 Jahren institutionell betrieben. Die in den Kirchen gesammelte Kollekte, eine Urform des Fundraisings, wird von Alters her verwendet, um Bedürftige in den Gemeinden zu unterstützen, um die Gotteshäuser zu erhalten, um christliche Organisationen zu finanzieren.
Die Menschheit wäre ohne das Helfen und gegenseitige Unterstützen vermutlich längst ausgestorben. Empathie liegt im Wesen des Menschen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 

Das heutige, moderne Fundraising geschieht weiterhin in helfender Absicht – der Umfang der Aktivitäten geht jedoch weit über das Sammeln von Spenden hinaus.
Organisationen, die sich im humanitären Bereich, im Naturschutz und im Tierschutz engagieren, beauftragen Fundraiser, um professionelle Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, um die Menschen über die jeweiligen Ziele zu informieren und Förderer zu gewinnen.

Die Fundraising-Branche gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Weil öffentliche Gelder fehlen, sind Hilfsorganisationen mehr denn je auf private Förderer angewiesen. Um ihre Beiträge gegen Kinder- und Altersarmut leisten zu können, um Tierschutz und Naturschutz betreiben zu können, beauftragen gemeinnützige Vereine, Verbände und Non-Profit-Organisationen professionelle Fundraiser. Diese informieren die Öffentlichkeit durch Kampagnen und Marketingaktionen und gewinnen Förderer und Mitglieder. Fundraiser sorgen damit für die Finanzierung der Hilfsleistungen und sichern das Überleben der Hilfsorganisationen. Sie sind die Brücke zwischen denen, die helfen wollen und denen, die Hilfe benötigen.